Fragen und Antworten

Auch wenn ihr jetzt alles durchgelesen haben solltet, werdet ihr trotzdem noch weitere Fragen an uns haben.

Ein Teil eurer Fragen kann bestimmt in den FAQs beantwortet werden. Wenn manche Dinge noch unklar für euch sein sollten, dann schreibt einfach eine E-Mail an Sophia (sophia@basambilu.com).

 

  • Wie wird mir mein Praktikum anerkannt? Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, damit Dir Dein Praktikum anerkannt wird. Dabei kommt es allerdings auch auf Deine Mithilfe an. Du musst uns rechtzeitig darüber informieren, welche Anforderungen Deine Uni, Arbeitsstelle, Du oder Deine weitere Karriere an Dich stellt. Das Praktikum kann allerdings nicht als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) nach §14 des Zivildienstgesetzes (ZDG) anerkannt werden.

  • Um welche Form von Organisation handelt es sich? LekaGape ist als Non-Profit Organisation (NPO) registriert und verhält sich somit gemäß der südafrikanischen NPO-Satzung. Das bedeutet, dass wir all unseren Profit wieder in unsere Organisation und deren soziale Projekte investieren.
  • Zu welchem Zeitpunkt kann ich ein Praktikum absolvieren? Generell kann ein Praktikum zu jeder beliebigen Zeit begonnen werden, je nachdem wie es dir zeitlich in deine Planung passt.

  • Wie sind die Arbeitszeiten? Deine Arbeitszeit unterscheidet sich je nach Einsatzgebiet. Im Frauen- und Waisenhaus (Shelter) arbeitest du bspw. von 8:30 bis 11:45 sowie von 14:00 bis 16:00. In vielen Fällen wirst du dir deine Arbeitszeit selbst einteilen – wir erwarten von dir die entsprechende Selbstorganisation und –disziplin.

  • Welche Impfungen brauche ich? Für Südafrika sind allgemein keine Impfungen vorgeschrieben, es sei denn, du kommst aus einem gelbfiebergefährdeten Land. Empfohlen werden jedoch neben den üblichen Impfungen auch Typhus, sowie Hepatitis A und B. Du kannst bei deiner Krankenkasse nachfragen, ob sie die Kosten dafür übernimmt. In der Regel übernimmt sie die Kosten allerdings nicht, du könntest aber Erfolg haben, wenn du bescheinigen kannst, dass dieses Praktikum im Rahmen deines Studiums stattfindet. Am Besten erkundigst du dich bei einem Tropeninstitut, im Gesundheitsamt, in der Apotheke oder bei deinem Hausarzt.

  • Muss ich Malariaprophylaxe einnehmen? Das entscheidest du bitte zusammen mit deinem Arzt. Das Gebiet, in dem wir leben, ist ein Malariagebiet. In den Wintermonaten (Mai bis Oktober) gibt es deutlich weniger Probleme mit Malaria. Solltest du dich für eine Malariaprophylaxe entscheiden, so kannst du dir z.B. mit Freunden oder Bekannten, die mitfahren, eine Packung teilen. Die entsprechenden Medikamente sind vor Ort wesentlich billiger, aber unter Umständen auch Plagiate. Ansonsten solltest du auch etwas zur Mückenabwehr mitnehmen. Am Besten lässt du dich in einem Tramperladen beraten. Vor Ort gibt es aber die besten Mittel und lange, leichte Kleidung für die Abende, ein Moskitonetz und Mückenöl tun es wahrscheinlich auch.
  • Brauche ich ein Visum? Für alle offiziellen Praktikumsaufenthalte brauchst du ein Visitor's Visum mit Erlaubnis zu ehrenamtlicher Arbeit, die gleichzeitig auch dein Visum ist, falls du länger als drei Monate bleibst. Dieses Visum kostet zurzeit etwa 80 EUR. Dazu wendest du dich bitte an die südafrikanische Botschaft in deinem Heimatland. Achte darauf, die richtigen Unterlagen bei der Botschaft anzufordern, da eine richtige Arbeitserlaubnis weit mehr kostet. Wir unterstützen dich gerne mit den erforderlichen Bescheinigungen über deine Arbeit bei LekaGape. 
  • Welche Versicherungen sind erforderlich? Du solltest auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung haben. Bei den gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands gibt es diese unseres Wissens nicht. Es ist aber problemlos möglich eine solche als Gesetzlicher bei einer privaten Krankenkasse abzuschließen. Die Organisation selbst verfügt über keine Versicherungen für Praktikanten.
  • Wie sicher ist ein Aufenthalt im Township? Die Menschen sind hier in der Regel alle sehr hilfsbereit und freundlich. Was die Sicherheit betrifft, ist Lulekani mit den Großstädten nicht zu vergleichen, da es eher dörflich ist. Wenn man sich an bestimmte Regeln hält, ist es nicht gefährlich hier zu leben. "Regeln" bedeutet: Nicht trampen, besonders nicht als Frau. Nicht bei Dunkelheit allein durch die Straßen laufen. Vor allem nicht nach 21 Uhr. Für Frauen empfiehlt es sich auch immer in Begleitung eines Mannes zu sein und manche Gegenden sollte man bei Nacht einfach meiden.
  • Brauche ich einen internationalen Führerschein? Das ist nicht zwingend notwendig; bisher hatten wir weder mit dem rosa Führerschein noch mit dem Scheckkartenformat Probleme.
  • Brauche ich einen Studentenausweis? Es kann nicht schaden, diesen mitzubringen. Am besten besorgst du dir beim Studentenwerk einen Internationalen Studentenausweis (ISIC - International Student Identity Card). Manche Fluglinien geben dann auch einen Rabatt auf ihre Preise.
  • Was sollte ich unbedingt mitbringen? Neben einem Moskitonetz und einem Schlafsack solltest du auch an Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille sowie deine Lieblingsmusik (CDs, mp3-Player) denken. Vergiss auf keinen Fall deinen Fotoapparat, da sich hier unvergleichliche Motive bieten. Sofern du einen Laptop hast, wirst du ihn hier gut zum arbeiten und surfen gebrauchen können. Zum Anziehen solltest du ein Paar feste Schuhe und ein Paar Sandalen mitbringen, zudem Badesachen, lange dünne Sachen für die Abende (gleichzeitig als Schutz vor Moskitos), mindestens einen dickeren Pulli, denn es kann auch kalt werden, und auch noch Regenschutzkleidung. Vergiss nicht deinen gültigen Reisepass mitzubringen. Er muss bis mindestens 3 Monate nach deiner Ausreise gültig sein. Der provisorische tut es übrigens auch. Wir freuen uns übrigens immer über aktuelle Zeitungen und Zeitschriften aus Deutschland. Gut gegen Heimweh sind deutsche Süßigkeiten, die es hier nur sehr begrenzt zu kaufen gibt. Es wäre schön, wenn du kurz vor dem Flug anfragen könntest, ob noch irgendetwas anderes gebraucht wird. 
  • Wie ist das Wetter? Normalerweise immer schön warm im Winter (Juni - September), die Nächte aber eher kühl. Ansonsten ist es im Sommer (November - März) sehr heiß. Natürlich ist hier nicht immer Sonnenschein, es kann auch mal so richtig regnen, vor allem im Sommer während der Regenzeit.

    Dann ist es auch ungewohnt kalt. Regenzeit ist aber relativ zu sehen und nicht mit der Niederschlagshäufigkeit subtropischer Urwälder zu vergleichen. Wir haben hier Buschland!

  • Wie viel kostet der Flug? Da wendest du dich an das nächste Reisebüro oder recherchierst im Internet. Die Preise liegen etwa zwischen 600 EUR und 1000 EUR bis nach Johannesburg. Der nächste Flughafen von uns aus ist allerdings Phalaborwa. Ein Flug von Johannesburg nach Phalaborwa kostet um 130 EUR.

    Dorthin fliegen nur South African Airlines. Der Flug ist die bequemste Variante und ein Rückflugticket ist günstiger als ein Oneway-Ticket. Es gibt aber auch noch die Möglichkeit mit dem Bus nach Phalaborwa zu fahren.

    Du bist dann allerdings nochmals 8 Stunden unterwegs. Wir empfehlen dir, die Busfahrt für deine Rückfahrt zu planen, und für den Hinflug die bequeme Variante mit dem Flugzeug zu wählen.

    Wir holen dich auf alle Fälle von Phalaborwa ab. Denke aber vor allem daran, rechtzeitig zu buchen. Saison ist hier unten zu anderen Zeiten. Auf Anfrage buchen wir dir auch gerne den Inlandsflug oder die Busfahrt hier her.

  • Wo kann ich mich über einen Reisekostenzuschlag informieren? Du kannst dich auf alle Fälle an den DAAD wenden. Je früher desto besser, mindestens aber 2 Monate vor Abflug.

    Außerdem gibt es noch weitere Stiftungen, die Praktika im Ausland fördern. Eine Recherche über das Internet oder gegebenenfalls an deiner Uni könnte sich also "bezahlt" machen.

    Auch hier erwarten wir sehr viel Eigeninitiative; sobald du etwas herausgefunden hast, bitten wir dich, die Infos an uns weiterzuleiten.

  • Können auch "Nicht-Akademiker" ein Praktikum machen? Klar, keine Frage! Besonders praktische Berufe wie Schreiner, Mauerer oder Bäcker sind immer willkommen. Aber auch ohne spezielle Ausbildung kannst du dich bei uns bewerben.

  • Wo genau in Südafrika seid ihr? Wir arbeiten in Lulekani, einem Vorort und ehemaligem Township von Phalaborwa, an der Grenze zum Krüger Nationalpark, im Nordosten des Landes (Limpopo Provinz, Google Maps)

  • Wie sieht es mit der Versorgung aus? Das Leitungswasser ist trinkbar, und auch vor dem Gemüse muss man sich nicht in Acht nehmen. Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf gibt es sowohl in Lulekani als auch in Phalaborwa, ungefähr 15 km von Lulekani entfernt.

    In Phalaborwa kann man fast alles kaufen, was es in Deutschland auch gibt, von Kontaktlinsenlösung bis hin zu Klamotten. In Lulekani bekommt man nur das Nötigste. Strom ist auch vorhanden, allerdings in anderer Steckerform. Die entsprechenden Adapter sind in Südafrika vor Ort erhältlich.
  • Wie sieht es mit der Unterkunft aus? Alle LekaGape-Praktikanten und Freiwilligen werden in der Lodge Basambilu in Lulekani untergebracht. Du teilst dir ein Zimmer mit anderen Praktikanten und kannst in unserer Freiluft-Küche kochen. Außerdem bieten wir einen Swimming-Pool, eine Bar und einen Souvenir-Shop an. Für weitere Informationen besuche einfach www.basambilu.com. Auf Anfrage können wir dir auch eine andere Unterkunft organisieren; am besten lässt sich das kurzfristig vor Ort regeln.

  • Wie viel Geld brauche ich? Je nach Lebensstil kann man hier mit 350 bis 700 Rand (entspricht 35 bis 70 EUR) pro Woche für das tägliche Leben rechnen. Das hängt auch davon ab, ob du dich von „einfacher Kost“ vor Ort ernährst, oder eher europäische Ansprüche an dein Essen stellst. Für Deine Unterkunft bezahlst du 240 EUR für 30 Tage. Du kannst hier ganz normal mit deiner EC- oder Kreditkarte Geld abheben, das ist einfacher und geht schneller als Geld oder Travellerschecks umzutauschen. Um den aktuellen Kurs zu erfragen, schau einfach mal beim Währungsrechner von www.xe.com nach.
  • Kann ich auch Urlaub machen? Klar! Du solltest aber rechtzeitig (möglichst vor der Ankunft) ankündigen, wann du wie lange wegfährst, damit wir entsprechend planen können. Außerdem bieten wir regelmäßig kleinere Ausflüge am Wochenende an, zum Beispiel in den Krügerpark oder nach Swaziland.

  • Wie muss ich mich bewerben? Du kannst Dich über E-Mail mit unserem Bewerbungsbogen bei uns bewerben.

    Sonstige Fragen? Wir sind uns ziemlich sicher, dass du noch weitere Fragen hast. Zögere nicht, uns alles zu fragen, was dich interessiert!